Meerane

Unsere Region

Meerane - Zukunft aus Tradition

Ein starkes Stück in der Wirtschaftsregion

Die Stadt Meerane liegt im Wirtschaftsdreieck Leipzig-Chemnitz-Zwickau, direkt an der Bundesautobahn A4 und der B93, im Landkreis Zwickau, Freistaat Sachsen. Der Landkreis Zwickau umfasst eine Fläche von rund 950 Quadratkilometer mit rund 320.000 Einwohnern.

Aus einem traditionell bedeutenden Standort der Textilindustrie und des Automobilbaus hat sich Meerane zu einem modernen, leistungs- und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort mit einer vielfältigen Handelslandschaft entwickelt. Die Stadt zählt ca. 1.200 Gewerbebetriebe und rund 150 freiberufliche Unternehmen. Alle gemeinsam repräsentieren ca. 7.500 Arbeitsplätze mit einer großen Branchenvielfalt.

Meerane präsentiert sich als dynamischer Wirtschaftsstandort. Durch das nur wenige Kilometer entfernte Fahrzeugwerk Zwickau der Volkswagen Sachsen GmbH ist das Wirtschaftszentrum Meerane Südwest - insbesondere im Hinblick auf den Strukturwandel zur Elektromobilität - ein attraktiver Standort für zahlreiche Zulieferfirmen der Automobilindustrie.

Weitere erfolgreiche Unternehmensbereiche sind Dampfkessel-, Anlagen- und Maschinenbau, Nahrungsmittel- und Druckindustrie, Logistik, Metallbau, Softwareentwicklung, Präzisions- und Messtechnik, pharmazeutischer Großhandel, Einzelhandel und Handwerk.

Im Jahr 1174 wurde Meerane erstmals urkundlich erwähnt. Wie die Stadt zu ihrem Namen kam, ist bis heute nicht eindeutig überliefert. Vermutlich war die Gegend um Meerane mit zahlreichen Bächen und kleinen Teichen durchzogen und sehr wasserreich. Darauf könnte auch der Teichplatz unterhalb des Burgberges hinweisen.

Eine Burg hat man bis heute leider nicht gefunden, doch auf dem Burgberg erhebt sich weit sichtbar die Stadtkirche St. Martin, die wohl aus dem 11. Jahrhundert stammt und im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sehenswert im Inneren der Kirche sind das romanische Taufbecken, der Flügelaltar von 1500 und der gotische Chor, der 1503 geweiht wurde. Gleich neben der Kirche steht das Pfarrhaus, der einzige noch unverfälscht erhaltene Barockbau Meeranes. Die Katholische Kirche St. Marien, Am Rotenberg, ist eine junge Kirche, erbaut 1966 - 1969. Eindrucksvoll sind die Betonglasfenster, das barocke Altarkreuz und der romanische Taufstein.

Heimatmuseum, Galerie, Stadtbibliothek, Werner-Bochmann-Ausstellung, Techniksammlung, Stadthalle und Höhlermuseum - in Sachen Kunst und Kultur hat Meerane einiges zu bieten. Einen Ausflug in die Meeraner Ur- und Frühgeschichte kann man im Heimatmuseum im Alten Rathaus am Markt erleben. Haben Sie schon einmal von den "Meeraner Schotten" gehört? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte.

Im neuen Kunsthaus am Markt haben die Galerie ART IN und die Werner-Bochmann-Ausstellung ihr Domizil. In der Galerie, betreut vom Meeraner Kunstverein, gibt es jährlich mehrere Ausstellungen mit bedeutenden Künstlern, dazu Kammermusik, Kabarett und Kleintheater. Die Galerie beherbergt ferner eine ständige Ausstellung mit Werken von Professor Jürgen Schieferdecker. Die Werner-Bochmann-Ausstellung präsentiert ein Stück interessante Musik- und Filmgeschichte. Sie informiert über das Leben und Wirken der Meeraner Werner Bochmann, Erich Knauf und Ralph Arthur Roberts, die alle drei im Berliner Film-, Musik- und Theaterleben der 1920er bis 1940er Jahre wirkten.

Die Stadtbibliothek blickt auf eine bereits über 100-jährige Tradition. Die Bibliothek hält über 38.000 Medien bereit und bereichert darüber hinaus mit Lesungen und Buchpräsentationen das kulturelle Leben. Die Meeraner Stadthalle, 1928 im Bauhausstil errichtet, bietet beste Voraussetzungen für Konzerte, Musik- und Theatergastspiele, Vorträge und Workshops.


Eine Besonderheit sind die "Meeraner Höhler" im Burgberg, zahlreiche unterirdische Gänge und Hohlräume, die nicht bergbaulichen Ursprungs sind. Die ersten wurden bereits im 14. Jahrhundert angelegt und unter anderem zur Lagerung von Lebensmitteln, als Zufluchtsort bei Stadtbränden und feindlichen Belagerungen genutzt. Seit 1997 werden Führungen in der zirka 3000 Quadratmeter großen Anlage angeboten, seit 2012 erfolgt der Eingang über das neu errichtete Gebäude des Höhlermuseums, welches in einer kleinen Ausstellung Wissenswertes rund um die Meeraner Unterwelt bietet.


Die berühmteste Straße in Meerane ist die "Steile Wand", bekannt vor allem durch internationale Radrennen wie die Friedensfahrt, die bis in die 1980er Jahre jährlich durch Meerane rollte. Auf einer Strecke von 248 Metern muss ein Höhenunterschied von 30 Metern überwunden werden; mit einer durchschnittlichen Steigung von 13 Prozent geht es steil bergauf. Die spektakulären Bergwertungen haben die ¿Steile Wand¿ berühmt gemacht. Heute gilt es unter anderem für die Fahrerinnen der Lotto Thüringen Ladies Tour, die "Steile Wand" zu bezwingen. Doch auch die Freunde historischer Fahrzeuge kommen bei Oldtimer-Rundfahrten gern nach Meerane. Die "Steile Wand" ist vorwiegend mit Häusern aus der Gründerzeit bebaut und damit gleichzeitig ein Flächendenkmal.


Meerane besitzt zahlreiche Grünanlagen und Parks. Die größte und schönste Anlage ist der Wilhelm-Wunderlich-Park, benannt nach einem großen Stifter der Stadt. In den vergangenen Jahren entstanden zudem weitere Grünflächen, innerstädtische Plätze, Gärten und Kinderspielplätze auf Flächen ehemaliger Industriebrachen.


Wer sich sportlich betätigen möchte, für den stehen in Meerane vielfältige Angebote bereit: das Fußballstadion Richard-Hofmann-Stadion mit einem Kunstrasenplatz, ein Kunstrasenhockeyplatz, Tennisanlage und die nach dem erfolgreichen Hockey-Spieler Karl-Heinz Freiberger benannte Dreifachsporthalle.


In den vergangenen Jahren hat sich in Meerane viel verändert. Von dem neu gestalteten Teichplatz mit dem 2012 eingeweihten Höhlermuseum führt die "Italienische Treppe" zur Kirche St. Martin. Zwischen Poststraße und Oberer Mühlgasse, auf dem Gelände einer früheren Industriebrache, steht seit 2003 das Neue Rathaus am "Lörracher Platz", Sitz der Stadtverwaltung. Auf einer Fläche an der Poststraße wird ein Skulpturenpark mit zeitgenössischer Kunst entwickelt.

Direkt gegenüber des Meeraner Marktes an der August-Bebel-Straße verschwand ein weiteres Gebiet mit Industriebrachen und verfallener Bausubstanz: Hier sind ein moderner Einkaufsmarkt, das Gebäude der neuen Stadtbibliothek und der neue Wilhelm-Wunderlich-Platz mit den Kunstobjekten "Textil-Forum-Meerane" entstanden. 2009 konnte das neue Kunsthaus am Meeraner Markt eingeweiht werden, welches mit dem gegenüberliegenden Gebäude der neuen Stadtbibliothek ein sehenswertes architektonisches Ensemble bildet.

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